Steckbrief Fredi Liebgott

Fredi LiebgottZüchter: Fredi Liebgott-Baden Württemberg, Kunstflugtauben seit 2004, Kelebek jetzt im zweiten Jahr.

Kelebektyp: Ich habe sehr unterschiedliche Kelebek-Typen. Von der Farbe und Größe her. Ich denke die meisten sind Edremit-Kelebek!

Unter Edremit verstehe ich: Kelebek, die recht schnell aufsteigen. Schon beim aufsteigen zeigen sie große Kreise oder Spiralenförmige Formationen. Die einen animieren die anderen, daran mitzumachen. Selbst Mühlen kann man beobachten. Ob eine Mühle untypisch ist, keine Ahnung sieht auf jeden Fall Super aus. Es kommt mal auch vor, daß sie Unsichtbar fliegen. Gerade bei einem WF-Angriff geht die Post, so richtig ab!

Das Axialdrehen ist nicht so ausgeprägt. Beim abschließenden Sturz, die riesigen Spiralen, bei der die Luft wackelt, das ist es, was die Edremit-Kelebek auszeichnet. Der Farbe nach………… sollen die Kelebek auch unterschiedlich fliegen. Das kann ich bisher auch bestätigen, trotzdem ich bis jetzt nur junge Tauben zum fliegen habe.

Was für einen Flugstil haben meine Kelebek?: Als Anfänger dieser Rasse ist es sehr schwer, den Flugstil zu beschreiben. Da ich von mehreren Züchtern Kelebek habe, wollte ich die Nachzucht auch Schlagmässig trennen. Leider war in 2010 ein sehr be………nes Zucht-Jahr. Also kamen alle Jungen nacheinander immer in einen Schlag. Da ich denke, dass junge Tauben das Fliegen zusammen lernen, und jede von jeder Taube das fliegen abschaut, wird manche Taube das eigentliche, das in ihnen steckt, gar nicht zeigen.

Das heißt, fliegt eine Taube von Anfang an mit Tauben einer anderen Rasse, kann sein, daß sie deren Flugstil oder Eigenschaften annimmt?

Deswegen sollte jede Rasse für sich gehalten und geflogen werden. Bei den Kelebek-Jungen von diesem Jahr sind auch sehr unterschiedliche Flieger dabei. Einige fliegen recht schnell hoch in Mittlere Höhe bis Oberluft. Und spielen da ihr ganzes Können rauf und runter. Andere fliegen über mittlere Höhe nicht hinaus. Auch sie spielen viel, also ein rechter Mückenschwarm.

Dann sind auch welche dabei, die steigen recht schnell auf und drehen recht schnell wieder runter bis auf den Boden. (Mit Aufschlag) Nicht immer steigen diese selbstständig wieder auf. Gerade im ersten Jahr werde ich keine Jungen aussortieren. Ich möchte, wenn es geht den Winter über, durchfliegen. Sind sie dann ein Jahr alt, mal sehen wie sie sich dann flug- technisch verändern/verändert haben. Darauf bin ich schon sehr gespannt!

Zucht: Im Jahr 2011 werde ich Tauben miteinander verpaaren, die einen ähnlichen Flugstil haben. Zumindest habe ich es so vor! Zeigen Tauben eine Flug-Figur gut, und ich möchte diese Flug-Figur festigen, erhoffe ich mir mit so einer Verpaarung, noch eine Steigerung/ Verbesserung! Auch werde ich Tauben, von bestimmten Züchtern nur untereinander verpaaren. Da kommt nichts anderes rein.

Auch ein wenig Farbspiel werde ich betreiben. Also ein Bärtchen an ein Bärtchen oder ein Schwarzer an eine Schwarze Täubin und so weiter.

Was ist für mich am wichtigsten am Flugstil? Ein Flugstil? Sehr schwierige Frage: Den großen Mückenschwarm sehe ich auch mal gerne, aber seltener. Denn man kann nur auf wenige Tauben schauen. Also kein voller Genuss!

Vieles geht bei einem Mückenschwarm einfach unter. Finde ich einfach sehr, sehr Schade?Trotz meiner jungen Kelebek, die altersmäßig doch recht jung sind, fliege ich meist sehr kleine Flugtrupps! (1-2-3 Tauben). Mancher denkt jetzt vielleicht, dann braucht er doch auch keine Kelebek? Das denke ich gerade nicht. Meine ältesten Jungen von diesem Jahr, wollte ich einfach besser kennenlernen und habe mich entschieden sie ab und zu in 2-er Stichen zu fliegen. Um sie später in gleichmäßigen Trupps fliegen zu können. Unter Gleichmäßig, verstehe ich die gleiche Flughöhe und die selbe Flugzeit. Das Spiel dabei, ist zweitrangig.

Ich wollte einfach mehr wissen über den ganzen Flugablauf und das bisherige Können meiner Jungen. Es waren Junge dabei, die flogen sogar in diesem zarten Alter, schon Solo? Ich wurde beim zuschauen des Öfteren sehr überrascht. Was da manche Kelebek gezeigt haben, haben sie zuvor im Schwarm nie/nicht gezeigt. Das ist es, was den Kelebek auszeichnet. Nicht immer langweilig, das Gleiche zeigen. Nein von Woche zu Woche eine kleine Steigerung.

Von Jahr zu Jahr kann ich noch nicht bestätigen, aber andere Züchter können dies! Diese Vielfältigkeit und Fluglust eines Kelebek, das ist es was ihn auszeichnet.

Diverses: Mein größtes Problem dieses Jahr war; viele, schon mit guten Anzeichen, mehrere Wochen fliegende junge Kelebek sind mir abgedreht/einfach abgehauen. Ich bin oft ratlos vor dem Schlag gestanden? Ich konnte mir das einfach nicht erklären.

Gut ist aber, hat man Freunde oder sogar Gleichgesinnte, denen das auch schon passiert ist? Da kam schon mancher Anruf oder E-Mail! Vielen dank! Dafür kann und möchte ich mich noch mal nachträglich bei allen bedanken. Momentan bin ich soweit: ich vermute, daß ich einfach zu viel und zu gut gefüttert habe. Normal füttere ich allen meinen Tauben, 50 % gutes Futter und 50 % Gerste.

Das ist aber bei Kelebek wahrscheinlich zu gut? Außerdem habe ich auch zuviel Gramm, also Menge Futter gefüttert. Gerade die Antworten in dem Kelebek-Interview hat mich bewogen, weniger und schlechter zu füttern! Außerdem habe ich einen Eimer aus meiner Futterküche für immer verbannt!!!!! Sämereien und Hanf!!! Das werde ich nicht mehr füttern, egal ob Mauser oder nicht.

Zur Zeit sind es drei Eimer, die auf meinem Tisch stehen: Gerste, Weizen und Mischfutter, je 1/3, das reicht. Der Rest sind Grit, Mineralien, Futterkalk und Taubenkuchen.

Fredi Liebgott, Okt.2010

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