Eicheln im Futter
Wieder mal hat mir Hans Ganz etwas tolles von seinem Wissen mit auf den Weg gegeben. Ich bin ja ab und zu bei ihm zu Hause und da stand halt mal ein Korb Eicheln auf dem Tisch. “Als Taubenfutter” wie Hans meinte. Mein Intresse war geweckt. Ich bin ja einmal in der Woche am Mirakulix mixen. Als Tausch gegen zwei Trommeltauben hab ich also eine ganze Kiste voll Eicheln bekommen. Hans gab mir noch mit auf den Weg: “Da musst du pensioniert sein um die alle zu knacken!” Naja, dachte ich mir, hab ja ‘nen Vater in Pension und der freut sich immer, wenn er bei schlechtem Wetter was gegen seine nicht so gute Laune unternehmen kann.
Zu zweit geht es sehr schnell, einer knackt mit dem Nussknacker, und der andere, mit etwas längerenFingernägeln (Frau bestens geeignet) pellt die Eicheln dann raus.
Schnell hab ich dann einen Kübel zusammen. Die werden in einenStoffsack getan und mit einem Hammer zerkleinert. Dann einfach in den Futtertrog schütten. Eicheln werden nach anfänglichem dumm schauen sehr gerne gefressen, der Kot ist wunderbar dunkel und es reinigt das Blut sagt Hans. Durch das zerschlagen gibt es Pulverreste, welche die Tauben nicht picken können. Diese kann man mit etwas Öl ans Futter mischen. Ich hab einige geschälte Eicheln ins Gefrierfach gelegt, so dass ich den Winter hindurch davon Füttern kann. Auf ein Blech verteilt und beim anfrieren leicht bewegen, dann sind sie lose eingefroren und man kann sie einzeln wieder raus nehmen
Tolle Idee wie ich finde, viel Spass beim ausprobieren
Franco Visonà, Oktober 2011

Hallo Franco, Zufälle gibt es!
Als ich heute durch den Wald lief, kam mir die Eichelfütterung für Tauben in den Sinn und heute abend lese ich deinen Artikel. Schon vor Jahren habe ich beobachtet, wie wilde Ringeltauben im Winter ganze Eicheln als Futteraufgenommen haben. Wurmkuren und ähnliches vom Tierarzt sind in der Natur nicht vorgesehen. Trotzdem strotzen die wilden Tauben in der Regel vor Gesundheit. Wenn ich richtig informiert bin, enthalten die Eicheln Gerbsäure. Ich denke, dass diese Gerbsäure gegen die meisten Darmparasiten wirksam ist. Möglicherweise noch wirkungsvoller als Weidenrinde in Form von Pulver oder Tee. Ich werde die Eichelfütterung bei meinen Tauben (Adana Wammen) ausprobieren. Gut Flug. Jürgen Kowalski
Hallo Jürgen, ich hätte ja nie gedacht dass meine Tiere so auf die Eicheln reagieren. Die Flieger sind wirklich sehr scharf drauf. Die Fütterung überzeugt mich voll und ganz.
Gut Flug
Franco
Hallo Franco,
ich werde nun Eicheln sammeln und füttern. Dazu werde ich sie durch eine “Mühle” drehen, damit habe ich auch schon Mengen von Möhren klein gemacht. Die Schalen sortiere ich dann aus. Ich frage mich, ob die Eicheln eine reine Winterfütterung sein sollten (wie vermutlich in der Natrur)? Jetzt in der Mauser scheue ich mich vor einem solchen Experiment. Dann wäre noch die Frage, welche Mengen und in welchen Zeitabständen werden die Eicheln (zu-) gefüttert? Gruß Jürgen
Ich habe drei Tage lang nur Eicheln gefüttert. Werde sie den ganzen Winter hindurch verfüttern, halt tageweise. Das erscheint mir am sinnvollsten. Habe Ende Mauser damit angefangen, alle sind top fit. Probier doch einfach aus und dann hast du sicher bald den Dreh raus wann und wieviel. Franco
Hallo Franco
Mit Eicheln habe ich noch keine Erfahrungen?
Aber ………….ich habe auch mal einen halben Eimer Eicheln eingesammelt. Ich habe an zwei Handvoll Eicheln oben und unten das Ende mit dem Messer abgeschnitten und dann ein Längsschnitt gemacht. Die Hülle ging dann ganz leicht ab. Die waren recht schnell hüllenlos! Die schlechten Stellen habe ich einfach rausgeschnitten. Die Eicheln habe ich in eine Küchenmaschine und alles fein zerkleinert. Nach und nach habe ich Rapsöl dazu, nur soviel bis es ein flüssiger Brei war. Dieses Gemisch habe ich heute übers Taubenfutter gemischt. Bin mal gespannt wie morgen der Kot aussieht und ob es Daunen schneit?
Gruß Fredi