Falken

Nachdem ich mit Stephan Furrer an der Schweizerischen Taubenausstellung war, haben wir uns noch für einen Wertungsflug bei ihm und seinen Krasnodarer Purzlern verabredet. Herrliche Tiere, alle noch jung, haben sie sich von ihrer besten Seite gezeigt. Zwar sind sie nur 4 Minuten geflogen, aber sie haben immerhin 14 Punkte erreicht. Nun gilt es das ganze züchterisch zu festigen. Ich war begeistert, hatte ich doch Stephan die Tiere aus Wasserburg mitgebracht.

Beim heimfahren freute ich mich schon auf meine Flüge,  Sonne, kühle Luft, was will man mehr. Wie immer starteten zuerst meine Misiri, da ich fast täglich mit dem Falken zu tun habe. Toller Flug dieser herrlichen Mövchen, die sehr zuverlässig, wendig und in allen Höhen zu Hause sind. Zwei Tiere landeten auf dem Dach. Plötzlich schosst ein Sperberweibchen heran und die ganze Meute flog auf. Ein Mövchen wurde ums Haus herum verfolgt. Ich schaute hoch und wirklich, 10 Sekunden später stürzte ein Falke in den Trupp. Er erwischte keine und ich versuchte, mit einem jungen Dropper meine Tiere zu locken. Und was macht der Dropper? Er flog auf, ums Dach und päng, der Falke hatte ihn und strich über den See ab. Wer nun aber denkt, das wars, der soll mal weiterlesen!

Die Möwen über dem See formierten sich, attakierten den Falken und der liess die Taube tatsächlich in den See fallen. Ich rannte runter ins Bootshaus und liess das Ruderboot zu Wasser. Die Taube war etwa 150 Meter vom Ufer entfernt und beim rausrudern versuchte der Falke, die Taube, die mit ihren Flügeln schlug und versuchte, aus dem Wasser zu kommen, zu greifen. Als ich endlich bei der Taube ankam, war sie verletzt ertrunken.

Bitterenttäuscht sammelte ich das Tierauf und ruderte nach Hause. Anschliessend wurden die Kelebek rausgelassen und gefüttert. „Mir ist heute nicht mehr nach fliegen“, dachte ich. Bis eben ein paariger Täuber klatschend aufstieg und seine Täubin mitzog. Genau zwei Runden lang… Bis der Falke die Täubin abschoss..

Franco Visonà, Dezember 2011

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