Wanderfalken sichere Flugtauben

Immer wieder hört man, dass es Flugtaubenrassen gibt die sehr wendig sind und die dem Wanderfalken entwischen. Grundsätzlich ist zu sagen, dass der Wanderfalke an der Spitze der Nahrungskette liegt und eigentlich der stärkere ist. Es gibt also keine Rasse die WF sicher ist.

Hier meine Erfahrungen dazu. Hab in den letzten 4 Tagen zwei Misiri, ein Krasnodarer und drei Kelebek an den WF verloren. Je grösser ein Stich ist und je länger er fliegt erhöht die Verlustrate. Je mehr Figuren geflogen werden desto anziehender für die Falken. Ein grosser Schwarm Kelebek ist für den WF ein gedeckter Tisch. Gerade jetzt wo viele Junge mitfliegen. Meine Memeler von letztes Jahr sind alle weggeputzt worden. Nach 10 Minuten war er jeweils da und hat zugeschlagen. Die Kelebek werden nun bis zum Herbst in kleineren Trupps geflogen 6er Stiche oder so. Dann haben sie die Übersicht und auch eine Chance gegen den WF.

Das schlimmste an sich ist an dem ganzen, dass die Tauben nicht mehr richtig fliegen wollen wenn sie täglich angegriffen werden.

Der Wanderfalke ist bei uns nicht mehr eine bedrohte Art, ich bin dafür dass man sämtliche künstlichen Nisthilfen abbaut.

 

Bärtchen Kelebek

 

 

 

 

 

Franco Visonà, April 2013

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4 Responses to Wanderfalken sichere Flugtauben

  1. Ingo says:

    Hallo Franco…ja ist sehr schlimm geworden mit den Greifvögeln.Ist mal wieder falsch verstandener“““ Tierschutz““““.Es gibt bald nur noch Greife,Elstern und Krähen….ich höre bei uns kein Singvogel mehr.Ich liebe die Natur sehr(und meine Tauben) aber so ist das kein Gleichgewicht mehr…Grüsse aus Deutschland

  2. Andreas says:

    Hallo Franco
    Ich fliege Kelebek und Dunek und habe in wenigen hundert Metern Entfernung ein Pärchen Wanderfalken nisten. In fast der Hälfte der Flüge ist er in wenigen Minuten bei meinen Tauben.
    Meine Gegenstrategie sind auch kleine Stiche und möglichst nur trainierte und fitte Tauben zu fliegen. Jede Schwäche meiner Tauben, z.B. durch eine längere Flugpause, Mauser oder sonstige Handycaps, scheint er sofort zu erkennen und schlägt häufig die betroffene Taube.
    Aber es nützt ja alles nichts, um eine Taube wieder fit zu bekommen, muß man sie ja in die Luft schicken und kann nur hoffen, dass er heute nicht kommt oder die Taube Glück hat.
    Kürzlich erst hatte er einem Weibchen die Federn eines Flügels ausgerissen. Ich war so froh, dass sie überlebt hatte und hab sie gehegt bis alle Federn wieder nachgewachsen sind. Beim ersten Flug danach hat er sie sich geholt.
    Ich mache auch immerwieder die Erfahrung, dass meine Tauben nach mehreren hartnäckigen Angriffen schlicht und einfach das fliegen verweigern. Dann stehe ich da mit meiner Fahne und die Tauben scheinen wie festgewachsen, sie bewegen sich nicht einen Meter in die Luft und wenn ja, dann nur um sich dahin zu setzen, wo ich sie nicht erreichen kann.
    Dann bleibt mir nur einige Tage zu pausieren und mit dem Training wieder von vorn zu beginnen.
    Als Hoffnung bleibt mir nur, dass meine Tiere durch diese Selektion immer besser mit dem Falken zurechtkommen.
    Viele Grüße Andreas

  3. Fritz Schmid says:

    Hallo Franco,
    für einen gut ausgebildeten Kelebek muss ich ca. 10 Artgenossen an den WF opfern. Oft macht es keinen Spaß mehr die Tauben wegzujagen – ist wie russisches Roulette.
    Schöne Grüsse aus Bayern
    Fritz

  4. Jürgen Siebert says:

    Hallo Franco,
    wenn man den Wanderfalken vor der Tür hat, hat man in der Tat ein größeres Problem mit dem Tauben fliegen. Bei mir schaut er unregelmäßig vorbei. Dagegen sind Habicht und Sperber vor Ort.

    Ich habe mit meiner Methode eine gute Erfahrung gemacht. Die Verluste und Angriffe halten sich in Grenzen.
    1.Heimatschlag und Flugkasten fliegen. Wechselnde Plätze
    2.Kleine Stiche fliegen
    3.Kurze Flugzeiten, wenn auch dadurch die Leistung der Rassen gebremst wird
    4.Den Flugradius wenn möglich so eng wie möglich halten über dem Heimatschlag und Flugkasten
    5.Flugstiche die in Unterer Höhe fliegen, habe ich kaum einen Angriff durch den Wanderfalken. Ab einer Mittleren Höhe wird es kritisch
    6.Meine Trainingszeiten / Freiflug ab ca. 16 / 17 Uhr. Manchmal beneide ich die Sprtf. die gerade an den Wochenenden Vormittags und Nachmittags fliegen können. Bei mir zu Hause ein zu großes Risiko
    7.Wenn es auch schön ist die Tauben zu beobachten auf der Wiese oder am Landeplatz herumspazieren bzw. nach Futter suchen zu lassen usw. Das mache ich bei mir höchst selten. Das sind nur Orientierungspunkte für die Greife.
    8.Weniger Flugstiche zu trainieren ist oftmals besser wie zu viele.

    Von Akustischen (Pfeife, Schreckschuss) und Blinklicht als Hilfsmittel die Greife zu verjagen halte ich nicht sehr viel. Dies zeigt höchstens am Anfang eine geringe Wirkung.

    LG Jürgen

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