Kunstflug

Kelebek stammen aus der Türkei

und zählen dort zu den bekanntesten Taubenrassen. Kelebek bedeutet Schmetterling, was ungefähr ihren charakteristischen Flugstil umschreibt.

Das Flugspiel ist in jeder Flugphase sehr vielfältig. Mit schnellen Flügelschlägen gewinnen sie in kurzer Zeit an Höhe, wobei sie bis in unsichtbare Höhen aufsteigen können. Im Flug wechseln sie sehr häufig die Richtung, beschleunigen und schalten kurze Drehsturzeinlagen dazwischen. Ebenfalls werden häufig axiale Drehungen im Geradeausflug gezeigt.

Als Soloflieger fliegen sie auch im lockeren Schwarm für sich und bilden keine geschlossene Gruppe. Dies ist ein Grund, dass diese Rasse in der Regel in grösseren Flugstichen geflogen wird (nach Reglement sind das fünf Tauben). Aber auch einzeln können sie gestartet werden. Droppt man Kelebek (Anlocken mit flatternden Tauben), stürzen sie mit offenen Schwingen kopfüber dem Boden zu. Dabei ergibt sich eine unbeschreibliche Vielfalt an weiten und engen, unterschiedlich schnell ausgeführten Spiralen, Drehungen und Figuren, die die Tauben – aus allen Richtungen herkommend – vollführen.

Durch das ständige Auf und Ab ist der Flugstil des Kelebek sehr Kräfte zehrend. Flugzeiten von ca. 10 bis 15 Minuten sind ideal, auch wenn Kelebek durchaus länger fliegen können, was allerdings auf Kosten der Vielfalt geht. Kelebek sind vom Wesen ruhige und sehr zahme Tauben, die gut züchten. Sie sind relativ anspruchslos und pflegeleicht und somit für Anfänger geeignet. Am besten werden sie von einem ebenerdigen Gartenschlag aus geflogen, wo sie sich gerne vor dem Schlag auf dem Boden aufhalten und dort auch starten und landen können. Auch auf den Flugkasten können sie problemlos eingewöhnt werden.

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