Flugtaubenmarkt 2011 in Gauting/ Unterbrunn

Flugtaubenmarkt 2011 in Gauting/ Unterbrunn

Wie jedes Jahr, wurde auch heuer der Flugtaubenmarkt in Gauting bei der Familie Ravalzik abgehalten. Hans und ich sind natürlich nicht zu halten in Sachen Taubenmarkt und deshalb auch voller Vorfreude hingefahren. Eine grosse Zahl an Intressierten war bereits vor Ort, als wir morgens 8.30 Uhr eintrudelten. Viele bekannte Gesichter, die ich lange nicht mehr gesehen habe.

Ebenso viele intressante Rassen waren da in den Käfigen und man konnte sich wieder mal so richtig über seine Lieblinge austauschen. Neu hat Herr Ravalzik in den Gewächshäusern grosse Volieren mit Wellensittichen und Agapornis eingerichtet. Sehr schön. Bei seinen Flugtieren war weniger zu sehen als voriges Jahr. Ein grosser Schwarm Orientalen wurde gestartet, was schön anzusehen war. Es wurden

Kontakte geknüpft, was immer sehr intressant ist wie ich finde. Und das eine oder andere Bierchen durfte auch nicht fehlen (Hans ist gefahren!!!). Schaut Euch unbedingt auch die Bildergalerie vom Flugtaubenmarkt 2011 in Gauting/ Unterbrunn an!

Alles in allem ein gefreuter Tag für uns Schweizer, herzlichen Dank den Organisatoren, wir werden auch nächstes Jahr wieder da sein.

Franco Visonà, November 2011

Posted in Allgemein | Leave a comment

Eicheln im Futter

Eicheln im Futter

Wieder mal hat mir Hans Ganz etwas tolles von seinem Wissen mit auf den Weg gegeben. Ich bin ja ab und zu bei ihm zu Hause und da stand halt mal ein Korb Eicheln auf dem Tisch. “Als Taubenfutter” wie Hans meinte. Mein Intresse war geweckt. Ich bin ja einmal in der Woche am Mirakulix mixen. Als Tausch gegen zwei Trommeltauben hab ich also eine ganze Kiste voll Eicheln bekommen. Hans gab mir noch mit auf den Weg: “Da musst du pensioniert sein um die alle zu knacken!” Naja, dachte ich mir, hab ja ‘nen Vater in Pension und der freut sich immer, wenn er bei schlechtem Wetter was gegen seine nicht so gute Laune unternehmen kann.

Zu zweit geht es sehr schnell, einer knackt mit dem Nussknacker, und der andere, mit etwas längerenFingernägeln (Frau bestens geeignet) pellt die Eicheln dann raus.

Eicheln

Eicheln

Schnell hab ich dann einen Kübel zusammen. Die werden in einenStoffsack getan und mit einem Hammer zerkleinert. Dann einfach in den Futtertrog schütten. Eicheln werden nach anfänglichem dumm schauen sehr gerne gefressen, der Kot ist wunderbar dunkel und es reinigt das Blut sagt Hans. Durch das zerschlagen gibt es Pulverreste, welche die Tauben nicht picken können. Diese kann man mit etwas Öl ans Futter mischen. Ich hab einige geschälte Eicheln ins Gefrierfach gelegt, so dass ich den Winter hindurch davon Füttern kann. Auf ein Blech verteilt und beim anfrieren leicht bewegen, dann sind sie lose eingefroren und man kann sie einzeln wieder raus nehmen

Tolle Idee wie ich finde, viel Spass beim ausprobieren

Franco Visonà, Oktober 2011

Posted in Franco's Berichte | 5 Comments

Toller Tag mit tollen Leuten

Der Takla Züchter Tag!

Gross angekündigt und schon lange in meinem Kalender reserviert. Organisiert von Jürgen Siebert, Fredi Liebgott und Walter Zeeb. Nein, ich züchte keine Takla, bin auch kein besonderer Fan davon, ich weiss aber, was gute Takla sind und wie die geflogen werden müssen. Zu dem Treffen bin ich eigentlich hingefahren, weil ich gerne Flugtaubenzüchter treffe und weil ich unbedingt noch Anwärterflüge machen wollte… Und Fredis Nachzucht der ausgeliehenen Fluggranaten wollt ich halt schon auch mal sehen!!!

Nun gut, morgens um 3 Uhr schellt also mein Wecker. Nebel, dichter Nebel, zu Hans fahren mit Tempo 60 bis 100 im Nebel (habe 3 Red Bull dazu gebraucht). Zusammen mit Hans und Sämu sind wir dann Richtung Graben Neudorf gefahren.

Ein herrlicher, sonniger Tag! Herrlich! Bei Walter Zeeb auf der Kleintieranlage waren wir gut aufgehoben. Schön und sehr intressant für mich, da es bei mir in der Nähe nichts vergleichbares gibt.

Kurz darauf wurden die ersten Takla in den Himmel geschickt. Viele Leute haben mitgewertet, es hat rege Diskussionen gegeben, und es war sehr lehrreich wie ich finde. Ganz anders als an einem Flugkastentreffen, waren alle doch eher entspannt. Man konnte vergleichen, wer wie wertet und was wichtig ist. Für mich wirklich eine tolle Idee und unbedingt zur Wiederholung zu empfehlen, auch mit anderen Rassen.

Ein guter Taklaflug gelingt nur, wenn vor allem der Züchter richtig arbeitet. Die Soloflieger sind sehr interessant, wenn alles zusammen stimmt. Für mich dabei das wichtigste: Wenn man sieht, wie Walter Zeeb seit Jahrzehnten mit seinen Tieren arbeitet ist für mich ganz klar: Erfahrung macht den Meister! Erfahrung im Züchten und im Fliegen.

Ich habe 6 Flüge mitgewertet und weil ich schon 5 Anwärterflüge hatte, bin ich jetzt also auch offizieller Wertungsrichter bei den Takla. Theorie und Praxis bestanden.

Fredi hat uns drei Schweizer und Musa zum Mittagessen bei sich eingeladen. Als Kelebekzüchter für mich natürlich das Tor zum Paradies, nebenbei erwähnt, Gurkensalat esse ich nur den von Fredis Frau!

Fredi hat seine Kelebek geflogen. Die besten Tiere hat er alle Ersin mitgegeben, diejenigen, welche er uns vorgeflogen hat, sind für meine Begriffe sehr, sehr gut- die Flugkadenz, das geschlossene Schmetterlingsspiel, und nach der Mauser drehen da noch einige mehr als wir es jetzt sehen konnten. Hut ab Fredi, da hast Du toll gearbeitet. Gutes Blut ist das eine, das andere ist der Züchter, und der hat offensichtlich das Gespür fürs Fliegen der wilden Meute.

Sehenswert! Und wenn man weiss, was es heisst, für so viele Tiere zu sorgen, gesunde gepflegte Tiere! Ich bin beeindruckt.

Abschliessend will ich als nicht DFC Mitglied sagen, vielen Dank dass ich kommen durfte, für mich toll, so viele Gleichgesinnte zu treffen, die an der selben Sache Spass haben wie ich, den Flugtauben.

Franco Visonà. Oktober 2011

Schaut Euch unbedingt auch die neue Bildergalerie vom tollen Takla-Tag an!

Posted in Franco's Berichte | 2 Comments

Bei Ivica Jakesevic

Ivica Jakesevic

Ivica Jakesevic

Er ist jung, gutaussehend und erfolgreich!

Ja ihr habt es alle gemerkt ich spreche von Ivica Jakesevic.

Ich hatte mich mit Veit Träger bei Ivica verabredet. Ein herrlicher Samstagmorgen in Mühlheim an der Donau, für mich nur zweieinhalb Stunden Fahrt. Wer mal bei Ivica war, sieht schnell, was für ein engagierter Züchter hier am Werk ist.

Adana Wammen und Birmingham Roller sind seine Passion. Die Birmingham fliegt Ivica im grossen Stich (Kit), was ich zuvor noch nie live sehen konnte. Ein fest zusammenhaltender Schwarm, der gleichmässige, saubere Rollen zeigt. Wow, sehenswert! Die Tiere achten sehr aufeinander, wie ich es noch nie gesehen habe. Wer jetzt aber meint, Ivica hat sich da irgendwas zusammengewerkelt, der täuscht sich. Er hat sich Tiere aus alten, Englischen Blutlinien, wie Lenningham oder Mason geholt. Ein Spinner, wie ich, hab ich mir gedacht.

Hier ist ein Züchter am Werk, der genau weiss, was er will, der die Verwandtschaft seiner Tiere kennt, der sein Zuchtbuch akribisch genau führt und der gesunde, saubere Tiere züchtet! Seine Adana sind in der vierten Generation rein gezüchtet, die sind vom Typ her eine wie die andere, bewährte Flugtiere, eine Augenweide. Hier sieht man was möglich ist wenn man weiss, was züchten eigenlich bedeutet.

Intressant bei den Birmingham war ein 3er Stich, der zuvor im grossen Schwarm geflogen war. Als 3er Stich rollen die Tiere noch tiefer ab, sie müssen sich weniger auf den Schwarm konzentrieren und legen sich so mehr ins Zeug. Wir haben in vielleicht 10 Minuten über 60 Roller gezählt, trotz Mauser und vorherigem Flug. Hut ab Ivica, Du weisst was du tust, und das hat mich sehr beeindruckt. Herzlichen Dank für Deine Gastfreundschaft, Du wirst mich sicher ab und zu bei Dir “füttern” dürfen.

Schaut Euch unbedingt auch die neue Bildergalerie von meinem Besuch bei Ivica an!

Franco Visonà, September 2011

Posted in Züchter-Portraits | 2 Comments

Klitschko KO!

Klitschko KO!

Nein hier kommt kein Boxbericht, Vladimir Klitschko  bleibt der Champion, nur einer meiner Champions ist KO gegangen.

September, kühles Wetter, Sonne und etwas Wind. Mein 5er Trupp Kelebek wird hochgeschickt. Mit dabei Klitschko. Warum er diesen Namen hat?

Horizontaldrehend wie an einer Schnur gezogen schiesst er seine Bahnen inmitten der anderen Tiere. Was er nicht berechnet hat, ist ein Telkuyruk-Weibchen, dass kreuz und quer durch den Pulk sticht. Es kommt wie es halt kommen kann. Die beiden prallen mit voller Wucht zusammen, so dass Klitschko wie ein Stein in die Büsche oberhalb meines Schlages fällt.

Die Federn sind nur so geflogen, als ob ein Falke reingeschossen wäre. Kitschko hat mit einem dicken, geschwollenen Auge überlebt, aber wirklich KO. Das Telkuyruk-Weibchen hinkt etwas seit dem Zusammenstoss. So etwas hab ich nun auch noch nicht erlebt!

Franco Visonà, September 2011

Posted in Franco's Berichte | Leave a comment